christliche Reinkarnation Reinkarnation

reinkarnation und Lichtarbeit
Die (Un-) Logik der Reinkarnation
Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt. (Epheser 6,11)


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Ist Reinkarnation logisch?





Logisch gibt es Reinkarnation, oder?

Ja, zugegeben, die Reinkarnationslehre klingt auf den ersten Blick logisch. Wären da nicht einige Stolpersteine, die bei näherer Betrachtung Zweifel an der Logik der Reinkarnationslehre aufkommen lassen:

- Karma lastet sich an, wer böse Dinge tut. Aber wer definiert, was böse ist
und wie viel Karma es für welche Untat gibt? Wer entscheidet, wann durch
welche Handlung wie viel Karma abgebaut wird? Das Prinzip des Karma kann
nur funktionieren, wenn es einen absoluten moralischen Standard gibt, nach dem jedes Leben
beurteilt wird. Wenn etwas nicht falsch ist, dann kann ich auch
nicht dafür bestraft werden. Aber im Pantheismus gibt es letztlich
keinen Unterschied zwischen Gut und Böse. Allan Watts,
Zen-Buddhist, drückt es in seinem Buch The Way of Zen so
aus: “Der Buddhismus teilt nicht die westliche Sichtweise eines
durch Gott oder von der Natur gegebenen Moralgesetzes,
dem der Mensch zum Gehorsam verpflichtet ist.” So sind z.B.
die Regeln des Buddhismus nichts weiter als freiwillig angenommene,
nützliche Regeln. Sie sind keine Moralgesetze!
Dieser Relativismus, der ein wenig offen lässt, was Recht
und Unrecht ist, stellt für die Reinkarnation ein fast unüberwindliches
Problem dar.

- Und selbst wenn wir oben genannte Fragestellung einmal außen vor lassen:
Jeder Mensch tut böse Dinge; sei es, dass er vorsätzlich lügt, stiehlt, durch
seine Worte verletzt oder einfach nur stoffelig, undankbar durchs Leben zieht.
Die Geschichte als Ganzes und jeder Blick in eine Tageszeitung beweist: Der
Mensch ist ein Sünder. Zugegeben, es gibt Unterschiede, aber
um die geht es mir hier nicht. Ein Beispiel: Wenn ich heute
Abend meine Tochter, weil ich wütend bin, anbrülle, dann verlangt
das Gesetz des Karma, dass ich in einem zukünftigen Leben
erfahren muss, wie es ist, als kleines Mädchen von einem
brüllenden Vater gequält zu werden. Das klingt noch in Ordnung.
Aber hier hört die Geschichte nicht auf! Der Vater in
meinen zukünftigen Leben muss nämlich selber in einem seiner
weiteren Leben erfahren, wie es ist, einen brüllenden Vater
zu haben. Und der Vater der dann brüllt, muss wieder ein Leben
später dieselbe Erfahrung machen und so weiter. Was ich sagen
will, ist dies: Am Anfang stand mein Entschluss als Vater,
etwas Böses zu tun und meine Tochter anzubrüllen. Das war
falsch. Nur, dieses Böse, das ich durch meine Entscheidung in
das System eingeführt habe, lässt sich nicht mehr entfernen. In
alle Ewigkeit muss nun ein anderer dafür büßen. Es gibt keine
Möglichkeit, das Böse wieder los zu werden!
Aber wenn ich das Böse nicht mehr los werde, dann ist das
Prinzip Reinkarnation ohne Hoffnung. Das Böse wird in diesem System geradezu
gefördert.

- Wenn das Leiden in diesem Leben immer aus dem Bösen eines
Vorlebens heraus resultiert, dann muss es eine unendliche Menge von
Vorleben gegeben haben. Aber wir können nicht unendlich in die Vergangenheit
zurückgehen. Denn wenn wir davon ausgehen, dass es eine
unendliche Menge von Momenten vor dem Jetzt gegeben hat, dann
wäre das Jetzt nie gekommen. Es gibt nur dann ein Jetzt, wenn die
Zeit davor begrenzt ist. Also kann es keine unendliche Anzahl von
Vorleben gegeben haben. Wenn es aber keine unendlichen Leben vor
diesem gegeben hat, dann muss es ein erstes Leben gegeben haben,
dessen Leid nicht die Folge seines Vorlebens war. Und genau diesen
Ansatz verfolgt die Bibel, wenn sie den Ursprung der Sünde und des
Leides auf die Entscheidungsfreiheit eines ersten Individuums zurückführt
(Luzifer für die Engel und Adam für die Menschen).
Aber selbst wenn die Vorstellung von der unendlichen Menge an Vorleben
richtig wäre, ergäbe sich sofort ein neues ernstes Problem: Wenn
es eine unendliche Anzahl von Vorleben gab, wieso hat die Reinkarnation
dann nicht ihr eigentliches Ziel erreicht? Wenn es immer noch
Leid gibt - und nicht als Ausnahme, sondern als Regel! - dann ist das
doch ein guter Beweis dafür, dass Reinkarnation als Prinzip versagt
hat!


- Wenn das Leiden in diesem Leben die Folge meiner Sünden in einem
vorangegangenen Leben ist, wie fing dann mein Leiden an? Woher
kam das Karma, das das Leiden meines ersten Lebens erklärt?
Ist das Böse womöglich ein ewiges Prinzip, das neben Gott
existiert? Haben wir womöglich in einem früheren Stadium
der Vollkommenheit Böses getan? Aber wenn es uns möglich
war, in diesem reinen Zustand himmlischer Geistlichkeit
zu sündigen, dann ist dieser Zustand nicht wirklich sicher und
nicht das Paradies. Aber genau in diesen Zustand will uns allesWiedergeboren-
Werden zurückbringen! Mehr gibt es nicht!

- Reinkarnation setzt voraus, dass jeder Mensch schon vor seiner
Geburt ein hoch entwickeltes Bewusstsein hat, in dem er
Informationen aus seinen früheren Leben speichert. Nur ist es
wissenschaftlich erwiesen, dass sich die Fähigkeit, Informationen
zu speichern, nicht vor dem 18. Lebensmonat entwickelt.
Deshalb erinnern wir uns nicht an die Zeit im Kinderwagen.
Warum “vergisst” jeder Mensch auf geheimnisvolle Weise sein
Früheres Wissen? Warum erinnert sich fast niemand später daran,
es sei denn er wird besonders “erleuchtet”? Dabei wäre es
doch gerade von höchster Bedeutung, wenigstens die Fehler
unserer früheren Leben zu kennen! Ist Reinkarnation als Prinzip
nicht sinnlos, wenn ich mich nicht an meine früheren Fehler
erinnern kann? Wie soll ich sie bitteschön vermeiden? Wie soll
ich ein “richtigeres” Leben führen, wenn ich nicht einmal aus
meinen eigenen Fehlern lernen darf?



Lesen Sie auch den Beitrag Wurde die Reinkarnationslehre aus der Bibel entfernt?






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